Little Buddha


Die Berliner Band Transit Poetry hatte sich zu ihrer Gründung im Jahr 2002 wahrhaft ein Großprojekt vorgenommen. Vier Alben sollte es geben, die jeweils im Zeichen eines der Elemente Wasser, Feuer, Erde und Luft stehen und lyrisch den Brückenschlag zwischen materieller und spiritueller Welt bilden. Dieser Tage präsentieren uns die fünf Musiker um Kreativkopf Sascha Blach den vierten und letzten Teil „Pedestrians In The Sky". Das Album beschließt die Elemente-Tetralogie mit dem Thema „Luft“ und erweist sich als durchaus vielschichtiger Hybrid aus interpretationsoffener Spiritualität, bildhafter Poesie und wortgewaltiger Gesellschaftskritik. Dazu spendieren Transit Poetry einen großen Strauß an mitreißenden Ohrwürmern, denn im Vergleich zu den Vorgängeralben „Evocation Of Gaia“ (2008), „Shamanic Passage Through The Embers“ (2005) und „Themes From The Desolate Ocean“ (2004) wurde das Hitpotential noch einmal in die Höhe geschraubt. Besonders die erste Singleauskopplung „Little Buddha“, der treibende Opener „Astronauts & Butterflies“, das rockige „Monsters“ oder der erste deutschsprachige Song der Berliner, „Der Nachtwandler“, sind nach zwei- bis dreimaligem Hören kaum mehr aus dem Kopf zu bekommen. Doch auch stilistisch sind Transit Poetry wieder einen großen Schritt vorangegangen und haben ihre Gothic-Wurzeln mit allerlei neuen Elementen bereichert.
„Pedestrians In The Sky“ ist ein durchaus eigenständiges Album, denn der Transit-Poetry-Sound ist mittlerweile unverkennbar. Für enge Schubladen erweist sich die Scheibe als zu vielschichtig, denn ob harmonischer Breitwand-Pop, Gitarren-getriebener Rock, Metal-Reminiszenzen, Trip Hop, Electronica oder melodramatischer Wave mit deutlichem 80er-Jahre-Einschlag – hier wird eine große musikalische Bandbreite abgedeckt, ohne dass das Hörerlebnis unhomogen wirkt. Selbst Ethno-Einflüsse verarbeitet man in „A Prayer To The Planet“ gekonnt, wohingegen „Aeroplanes Into The Sun“ mit einem wehmütigen, echten Akkordeon besticht und „A Drowning Man“ durch den Einsatz einer Kantele bereichert wird. Ein weiteres Highlight ist das Duett mit der Sängerin Leandra in der romantisch-verklärten Dark-Pop-Perle „Luminous Stars“. Jeder der 15 Songs hat einen eigenen Charakter und ist Teil einer spannenden Reise in die eigene Innenwelt. So erweist sich „Pedestrians In The Sky“ als einprägsames, tanzbares, organisches und dennoch tiefsinniges Album, das Hörern verschiedener Sparten ein Soundtrack zur eigenen Selbstfindung sein kann!
File Under: Pop/Rock, Gothic, Electronica
Diskographie:
2004 – Themes From The Desolate Ocean (Omniamedia)
2005 – Shamanic Passage Through The Embers (Omniamedia)
2008 – Evocation Of Gaia (Omniamedia)
2010 – Pedestrians In The Sky (Remote Music)
Konzerte in der Vergangenheit mit:
Project Pitchfork, Terminal Choice, Samael, Omnia, Faun, The Medieval Babes, Diorama, L'Ame Immortelle, Samsas Traum, Das Ich, Flowing Tears, Girls Under Glass, Pyogenesis, Scream Silence, u.v.m.